Das neue Sportgelände der Stadt Simbach a. Inn

Bericht vom 22.10.2005

Hier soll der ASC ab 2006 Fußball spielen

Als Ausgleich für das überplante Rennbahn-Gelände will die Stadt dem Club zwei Spielfelder beim Freibad bauen

 

 

 

Im Dreieck zwischen Schulzentrum Obersimbach (l.), Stadion und Freibad (r.) sollen die beiden neuen Rasenfelder des ASC Simbach entstehen. Die Stadt will sie mit dem Verkauf des jetzigen ASC-Geländes finanzieren. (Foto: red)
 

Simbach (dan). Der Allgemeine Sportclub Simbach erhält eine neue Heimat - wenn alles klappt. Davon gehen aber alle Beteiligten aus (siehe Bericht oben). Die Stadt will den ASC umsiedeln, von seinem angestammten Gelände an der alten Rennbahn soll er umziehen in ein Sportzentrum beim Freibad. Die Grundvoraussetzungen dafür sind geschaffen: die Rennbahn ist sowieso im Besitz der Stadt, ein fehlender Rest beim Freibad konnte heuer gekauft werden.
Der Stadtrat hat am Donnerstag den Weg frei gemacht für die Umsiedlung, die Voraussetzung ist für den Bau des geplanten Fachmarktzentrums am jetzigen ASC-Gelände.
Wo jetzt noch Feld und Wiese grünen zwischen Schulzentrum und Sportstadion sollen im März 2006 die Baumaschinen anrollen. Die von Bürgermeister Richard Findl vorgestellte Planung sieht zwei Plätze vor oberhalb der Gollinger Straße: ein 105 mal 68 Meter großes Spielfeld mit Flutlicht und aufgeschüttetem Berg für Rasentribünen im südlichen Teil, schräg daneben ein Bolzplatz mit den Maßen 40 mal 60 Meter, hauptsächlich für Jugendspiele. Im Bereich der Zufahrt beim jetzigen Freibad-Vorplatz sollen noch einmal 40 Stellplätze entstehen.
Damit der Fertigstellungstermin Oktober 2006 eingehalten werden kann, muss wahrscheinlich Rollrasen verlegt werden. Die Kosten werden auf 540 000 Euro geschätzt. Das vom Stadtrat abgesegnete Honorar des Landschaftsarchitekten Plenk aus Eggenfelden beträgt fast 70 000 Euro. Plenk hatte auch schon den Bau des Sportstadions 1986/87 geleitet. Finanziert werden die neuen Rasenplätze durch den Verkauf des jetzigen ASC-Geländes an den Fachmarkt-Betreiber Dr. Herbert Küblböck.
Duschen und umziehen werden sich die Sportler nach jetziger Planung im benachbarten Stadion. „Reichen dort die Kapazitäten aus?“, fragte Günther Wöhl. Der Bürgermeister antwortete, dass die Spiele der „großen“ ASC-Mannschaften ja weiterhin im Stadion stattfinden werden. „Sollte sich heraus stellen, dass noch zusätzlich Toiletten oder so nötig sind, können wir uns selbstverständlich darüber unterhalten.“ Für ihn ging es erst einmal um den Grundsatzbeschluss, „die Details kommen später“. Er bekräftigte, mit dem ASC in gutem Einvernehmen verhandeln zu wollen und kündigte an, bei der heutigen Jahreshauptversammlung des Clubs (19.30 Uhr, Wimmer Weißbräu) Rede und Antwort zu stehen.
Zu den Diskussionspunkten dabei dürfte eben diese Kabinen- und Sanitär-Lösung gehören.
Welcher Einschnitt der Umzug für den ASC bedeutet, kann man mit einem Blick ins Archiv erahnen: „Am 3. November 1929 konnte durch das Entgegenkommen des Simbacher Gemeinderates und des Rennvereins ein eigener Fußballplatz innerhalb der Rennbahn angelegt werden.“